Sonntag, 1. November 2009

und zuletzt

meine beiden Lieblingskinder in der Schule..






der kleine Vicky, rechts, das wird mein Patenkind. Mit ihm habe ich die meiste Zeit mit Spielen und Malen verbracht. Er braucht von allen Kindern der 4. Klasse die meiste Aufmerksamkeit. Meistens war er ganz witzig und hat mir staendig seine kleinen Verletzungen an Haenden und Fuessen gezeigt und wollte immer ein Kinderpflaster von mir (die hatte ich immer dabei und das war fuer die Kinder was ganz Besonderes). Gelegentlich hat er mich geboxt und gezwickt, ansonsten war er ein Sonnenschein.

Morgen, Montag geht es sehr frueh los nach Delhi. Das Taxi holt mich schon um 5:30 Uhr morgens ab, da seid ihr alle noch im Tiefschlaf. Mit dem Flieger geht es von Madurai nach Chennai, dort muss ich warten und dann weiter nach Delhi, wo ich dann am Abend landen werde.
Ich fliege dann am 04. Nov. mit dem Nachtflug nach Wien und lande dort am 05. Nov um 6 Uhr frueh. Maria wird mich abholen und ich freue mich schon darauf!!!
Liebe Maria, bis jetzt hat sich von den Flugdaten nichts geaendert. Super, dass du mich abholst.

Bis dann ihr Lieben,
Michi

noch ein paar Eindruecke von Pondicherry











das war in einem Antiquitaetenladen, in dem es ausgesehen hat wie in einem botanischen Garten...

eine typische Strasse im franzoesischen Viertel...









Wochenende in Pondicherry





Gleich nach der Schule war wieder Packen angesagt. Wir sind noch am Abend mit dem Nachtbus nach Pondicherry gefahren. Das waren 10 Std im Bus, aber mittlerweile habe ich mich auch an das gewoehnt. Pondicherry ist eine wirklich sehr schoene Stadt an der Ostkueste. Die Haelfte der Stadt ist franzoesisch, mit einem sehr schoenen Tempel plus Elefanten, tollen Shops, die habe ich auch wieder von innen gesehen (smiley) und es ist in diesem Teil der Stadt sehr sauber, was man ja vom uebrigen Sueden nicht sagen kann. Muellentsorgung ueberall. Wir haben eine kleine Bustour gemacht, nach Auroville, angeblich sehr beruehmt, hier koennen alle
Menschen jeglicher Religion gemeinsam meditieren und das tun sie hier drinnen...







dann waren wir am Strand... hier gibt es ein tolles Cafe mit leckerem Kaffee und einem guten Fruehstueck..








und wieder ein Tempelelefant, der mir dann beim Vorbeigehen einen Schubser mit dem Ruessel mitgegeben hat..

letzter Tag in der Schule




Hallo ihr Lieben,

das ist moeglicherweise mein letzter Blogeintrag, es sei denn, ich finde noch Zeit dafuer in Delhi. Mein letzter Tag in der Schule war schon ein bisserl traurig, ich bin aber ganz froh darueber, dass die Kinder nicht wissen, dass sie mich nicht mehr sehen werden. Ich habe mir fuer diesen speziellen Tag einen Sari gekauft und Mary hat mir beim Anziehen geholfen. Das ist eine Prozedur mit Faltenlegung und Sicherheitsnadeln. Das hat schon ganz gut ausgesehen, nur dann bin ich bei einer Klasse mit drei Lehrerinnen vorbei. Fuer diese Damen waren die Falten nicht perfekt und zu dritt haben sie dann an meinem Sari gezogen und gewickelt. Und hier ist das Ergebnis....neben mir steht Mary.




Ich hatte an diesem Tag einige Fototermine, mit dem Direktor der Schule, mit den Schuelern und den Lehrerinnen, im Office von Project abroad, denn alle haben sich sehr darueber gefreut mich traditionell indisch zu sehen. Aber fuer den Alltag ist dieses Ding echt nicht praktisch. Drunter ist ein Unterrock, der in diesen Breiten wirklich sehr warm ist und was ich halt nicht so gern mag ist, dass man immer ein bisserl Bauch (Seitenansicht) sieht.







Dienstag, 27. Oktober 2009

Shopping mit Dorett in Madurai







Am Samstag war ich noch einmal in Madurai zum Einkaufen. Dorett hat mich begleitet und es war ein ganz lustiger Nachmittag im Basar bei den Tempeln. Sind mit einer Cabriorikscha gefahren, nachdem uns der alte Mann angefleht hat, dass er mit fuenf Kindern das Geld braucht. Er hat uns leid getan, denn er war sicherlich schon siebzig und wir haben ihn dann noch auf einen Snack am Strassenstandl eingeladen.

Kinder und die Lehrerinnen







das Brautpaar







letzte Woche

Hallo ihr Lieben,

ich hoffe, meine letzte Woche ist angebrochen, denn ich weiss noch immer nicht ob es mit dem Flug umbuchen von Delhi nach Wien auch wirklich funktioniert. Hier ist immer dann alles sehr langsam, wenn es wirklich wichtig ist. Ich warte nun schon seit 3 Wochen auf meine Flugdetails, naja. Auf jeden Fall buchen sie den Flug nach Delhi am 2. November und im bloedesten Fall haenge ich dann dort fest.

Letztes Wochenende war ich auf einer indischen Hochzeit. Leider war die Trauung schon am Vormittag und diese ist nur fuer Familienmitglieder. Wir waren am Abend beim Empfang dabei. Die Braut ist junge 18 und er ist sicher nicht viel aelter. Es war eine typisch arrangierte Hochzeit und was ich so gehoert habe, wollte die Braut noch nicht heiraten, musste aber, da die Eltern es wollten. Den Brautigam kann sie ganz gut leiden. Da kann man nur das Beste hoffen. Nach dem Einzug des Brautpaares gab es leckeres Essen auf Bananenblaettern serviert, wie es der Brauch ist und am Boden sitzend. Nicht gut fuer die Knoechel an den Fuessen, autsch. Danach war Fotoshooting und wir haben die halbe Hochzeitsgesellschaft fotografieren muessen, vor allem die Kinder waren ganz aufgeregt.

Diese Woche bin ich nochmal in der Schule und die Lehrer sind schon sehr traurig, dass dies meine letzte Woche in der Schule ist. Mittlerweile habe ich auch die Kinder in mein Herz geschlossen. Haben in den letzten Tagen auch hier viele Fotos gemacht und am Freitag, meinem letzten Tag, moechten sie mich im Sari sehen. So habe ich mir heute einen sehr schoenen dunkelroten Sari gekauft!!! Jetzt muss ich mich noch umsehen, wer mir beim Wickeln des Stoffes helfen wird. Das ist ja eine eigene komplizierte Technik und der Stoff ist einige Meter lang. Ich freue mich auf diese Fotos, das ist sicher eine tolle Erinnerung.

Gestern war ich mit meinen Kollegen im Kino und wir hatten Pech, denn es war ein extrem kitschiger Film, sodass wir in der Pause die Flucht ergriffen haben. Ich fand es aber ganz lustig, auch einmal in einem indischen Kino gewesen zu sein. Sehr viele Highlights wird es ja in dieser Woche nicht mehr geben.

Ich freue mich schon auf zu Hause!!!
Bis bald, Michi

Dienstag, 20. Oktober 2009

die Post in Sivakasi

Hallo liebes Schwesterchen,

ich war wieder mal bei der Post und habe dir sicher 5kg "Dreckwaesche" nach Hause geschickt. Jetzt habe ich wieder Platz in meinem Koffer um Einkaufen zu gehen (smiley). Die Post in Madurai war schon ein Erlebnis mit einer Wartezeit von 2 Stunden, doch die Post in Sivakasi war ein Erlebnis der besonderen Art!!
Habe meine Waesche in eine wirklich schoene Tasche von einem indischen Textilladen gepackt. Auf dem beigelegten Zettel im Paket steht, falls die Tasche dir gefaellt, dann kannst du sie dir behalten! Wird wohl nichts draus werden, denn bei der Post hat sich herausgestellt, dass der Paketnaeher nicht da war. Das Paket kann aber nur "properly" verschickt werden, so der Postler und ich muss meine Sendung irgendwo mit Stoff einnaehen lassen. Aber bitte wo? Nach langem Erklaeren und Bitten hat man mich dann zum Nachbarhaus gebracht. Da sass ein alter Mann an seiner Naehmaschine, hat meine Tasche ausgeleert und begonnen die schoene Tasche zu zerschneiden und die Taschengriffe aus Bambus abzutrennen. Ich hab im ersten Moment gar nicht gewusst was jetzt passiert und eine Rebellion war wohl ausgeschlossen. Kein Stoff, kein Paket. Es ist ein schoenes Paket geworden, er hat sich auch viel Muehe beim Naehen gemacht. Leider gibt es diesmal keine Siegel an den Naehten. Also liebe Susi, das Paket ist die Tasche!! Ich durfte vom Schneider kein Foto machen. Bitte mach ein Foto, bevor du es aufmachst!!

Diese Woche arbeite ich wieder mit den geistig behinderten Kindern, Ueberraschung!! Mittlerweile habe ich mich schon daran gewoehnt und die Kinder sind jetzt auch nicht mehr so laestig wie am Anfang. Ich moechte jetzt einfach nur mehr die restliche Zeit hinter mich bringen und der Koffer ist schon gepackt fuer die Abreise! Warte noch auf die genauen Flugdaten.

An euch alle liebe Gruesse,
Michi

Familienfoto

Links neben mir steht Siva. Jetzt hat sie meine indische Handynummer und ich bin seit Diwali ihre beste Freundin. So bekomme ich jeden Tag mindestens 5 Sms und drei Anrufe. Eine Sms war folgend: Bitte vergiss mich nicht und schicke mir aus deinem Land Schokolade und die Fotos!
Ist ganz entzueckend, aber auf Dauer auch ein bisserl anstrengend.

Wochenende in Sivakasi im Office

Hallo ihr Lieben,

letztes Wochenende sind so ziemlich alle Voluntaere in Sivakasi im Office geblieben. Geplant war eine Party zu Diwali, dem Lichterfest. Am Samstag morgen, hatten wir dann alle festgestellt, dass die Kueche geschlossen war und es fuer uns kein Fruehstueck gab. Das ist echt bitter, denn das Fruehstueck ist fuer mich immer das Beste Essen, mit Toastbrot, Marmelade, Chutney und immer so was Aehnlichem wie ein Omlett. Hab mich dann auf die Suche nach einem Kaffee ausserhalb gemacht und das war nicht ganz so einfach. Auf dem Weg zurueck hat uns die kleine Nachbarin (Dorett und mich) zu einem Diwalifruehstueck ins Haus eingeladen. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir noch, das ist die Rettung, also doch noch ein Fruehstueck. Wir bekamen so kleine Laibchen, in Fett herausgebacken und es wollte keine Ende nehmen, denn es gab Nachschub am laufenden Band. Ich dachte ich muss platzen und dann wussten wir ja auch nicht ob das Essen Touristenfreundlich ist, wobei sich das frueher oder spaeter sicher herausstellt! Nach dem Essen war an ein Gehen nicht zu denken, es folgte die 2. Runde: Schmuck wurde geholt und wir wurden mit Armreifen behaengt. Ich habe leider das Problem nicht so zarte Haendchen wie die Inderinnen zu haben und Siva und ihre Mutter haben an meinen Handgelenken herumgezerrt um die Armreifen mit viel Glitter raufzubekommen. Ich muss dazusagen, dass alle wirklich sehr gastfreundlich sind. Nach den Armreifen kam dann der Nagellack und Dorett war das Opfer. Danach kam das Fotoalbum und ein Film, den wir aber schliesslich doch nicht ansehen mussten. (Danke!) Ach ja und der Abschluss war ein Fotoshoot am Dach des Familienhauses.
Es gab an diesem Tag auch kein Mittagessen und kein Abendessen und so habe ich mich dann wieder von Wasser und Schnitten ernaehrt (da denkt man staendig an den vollen Kuehlschrank zu Hause, Kuehlschrank du fehlst mir, ach ja und die Waschmaschine, seit Wochen gibt es nur Handwaesche, nur so nebenbei erwaehnt)
Die Party am Abend war ein bisserl langweilig, ein Bier hatte ich fuer den ganzen Abend, aber bei diesem "reichlichen" Essen war ich eh gleich mal beschwipst. Der Himmel war erleuchtet vom Feuerwerk (Sivakasi erzeugt Feuerwerk und Kracher) und die ganze Nacht und auch am naechsten Tag waren die Kracher im Einsatz. Da sind wohl alle Maenner gleich, egal welcher Nation! Sie lieben es Krach zu machen!!! Naechtens war dann die Disco angesagt und wir haben "abgetanzt" bis spaet in die Nacht, aehm, um ein Uhr (nachts wohlgemerkt) bin ich dann ins Bett. Am Sonntag konnte ich zum ersten Mal in all diesen Wochen bis 10 Uhr!! schlafen, denn es gab wieder kein Fruehstueck, spaeter kein Mittagessen und auch kein Abendessen und das bloede, alle Moeglichkeiten zu Essen zu kommen, hatten geschlossen! Fazit aller Voluntaere, nie mehr ein Wochenende in Sivakasi. Also wieder Wasser, Kekse und Bananen. Gegen Mittag waren Dorett, Marie-Laure und ich in einem Hotel zum Schwimmen. Das war die Beste aller Ideen, ein bisschen Bewegung im Wasser und bis auf die Teenie-Jungs dort konnten wir es auch wirklich geniessen. Nur die Jungs alle so zwischen 10 und 16 sind halt immer vor uns ins Wasser gesprungen, wo denn sonst! Wir waren dort die einzig weiblichen Personen und wieder die Attraktion. Um nicht zu viel Haut zu zeigen, war ich mit einem Unterhemd ueber dem Bikini schwimmen. Wir hatten schon die Sorge, dass wir auch hier mit der gesamten Bekleidung ins Wasser muessen.

Mittwoch, 14. Oktober 2009

Neue Woche

Eine neue Woche hat begonnen und ich habe am Montag den ganzen Tag vor dem Computer verbringen duerfen und endlich den Bericht von CCD schreiben koennen. Ich war ziemlich unter Zeitdruck, denn Suresh hat mich staendig gefragt, wann ich endlich fertig bin. Bis gestern hatte ich gedacht, in Indien gibt es keine Zeit, alles schoen langsam, nur keine Eile. Falsch gedacht!! Ein grosser Fehler in Indien am Computer ist, seine Daten nicht alle 2 Minuten zu sichern, denn wer denkt denn schon an einen Stromausfall!! Na ich halt nicht und ploetzlich war alles finster und meine Daten von einer halben Stunde waren weg. Das hat Suresh besonders gefreut, also noch laenger am Computer. Ich fand es dann auch schon lustig, denn fuer eine gscheite Arbeit bei Project abroad ist anscheinend keine Zeit. Die wollen mich einfach nur irgendwie beschaeftigen, das Ergebnis ist nicht so wichtig (schlecht fuer Wissenschaftler) und so habe ich an einem Tag den Bericht fertiggestellt, den ich eigentlich in einer Woche schreiben wollte.

Ab heute, Dienstag, pendle ich also wieder mit dem Fahrrad zwischen Schule und Office hin und her. Mein taegliches Programm ist spielen mit den Kindern. Angeblich gibt es fuer mich naechste Woche wieder ein biologisches Programm, ich darf also gespannt sein. Ihr seht, es gibt fuer mich hier woechentlich eine Ueberraschung, was werde ich arbeiten?

Mein Rueckflug nach Graz ist bereits in Planung. Es sieht momentan nach dem 5. November aus, ich warte noch auf die Bestaetigung aus dem Office. Ich freue mich auf das zu Hause.
Bis dann ihr Lieben,

glg. Michi

Strand und Sonnenuntergang




auf dem Fuss der Statue







die Inseln mit Tempel und Statue







Wasserfall und immer diese Geschlechtertrennung




in diesem kann man baden, das einige von uns auch gemacht haben und natuerlich sind Maenner und Frauen voneinander getrennt, man sieht die Trennmauer am ersten Foto. Links die Maenner und rechts die Frauen mit einem eigenen Abgang. Die Maenner haben einen viel groesseren Bereich, ist eh klar.

Bruecke und geniale Aussicht







alle Voluntaere, ein Palast







Wochenende in Kanyakumari,viel Sonne und Meer

Hallo ihr Lieben im kalten Graz,

hier gibt es auch jeden Tag schwarzen Tee, aber eher um sich abzukuehlen und nicht aufzuwaermen! Sonne und Waerme finde ich ja auch toll, aber nicht, wenn einem die Suppe staendig den Ruecken runter rinnt. Schweissflecken stehen an der Tagesordnung und auch naechtens ist es nicht viel besser. Der Deckenventilator laeuft und laeuft.....ueber meinem Kopf im Zimmer und ich hoffe, der Monteur hat gute Arbeit geleistet, denn das Ding rotiert manchmal recht eigenartig um seine Achse.
Letztes Wochenende waren alle Voluntaere gemeinsam im schoenen Staedtchen Kanyakumari. Sind mit dem Bus dorthin gefahren (was sonst, "smiley", leider kann ich keines finden), das waren wieder 6 Stunden. Ich hatte ein Hotelzimmer mit Blick aufs Meer, was will man mehr und natuerlich ein Einzelzimmer. Am Samstag war ein Tagesausflug am Programm mit dem Besuch eines Forts, eines Palastes, eines Wasserfalls und einer sensationellen Bruecke, die sehr beruehmt fuer Tamil Nadu ist. Ich mag solch ein Programm total gern, aber einige haben sich abgeseilt und ihr eigenes Programm am Strand gemacht. Die hatten alle einen enormen Sonnenbrand, schoenes Tomatenrot, moechte nicht tauschen. Am Abend war ein gemeinsames Abendessen angesagt. Das Lokal war leider nicht das Beste, denn wir mussten eineinhalb Stunden auf unser Essen warten und viele Speisen waren dann am Ende die Falschen. Dazu hatten wir Livemusik, ein Typ mit einem Mikrofon und Hintergrundmusik von einem CD-Player. Zwei indische Jungs haben dazugetanzt als waeren sie vom Teufel besessen, das war echt witzig!!!
Am Sonntag waren wir mit einem Schiff auf zwei kleinen Inseln mit einem Tempel und einer riesigen Statue. Dafuer mussten wir uns fast 2 Stunden fuer ein Ticket anstellen. Aber ich muss sagen, es war schon ganz schoen, auch diesen Flecken Erde zu sehen.
Danach war noch ein Strandbesuch am Tagesplan, aber an ein Bad im Meer war nicht mehr zu denken. Es war sehr windig und leider zumindest fuer meinen Geschmack zu kuehl.

Donnerstag, 8. Oktober 2009

Tempel und eine Discorikscha







ein Kalb und 2 Typen die unbedingt aufs Foto wollten




4 Tage bei CCD im Nirgendwo

Gleich nach meiner Ankunft Montag morgen um 7, musste ich schon wieder packen und mich fuer 4 Tage fertig machen um zu CCD zu fahren. Das ist eine Organisation, die Heilpflanzen zuechten und verkaufen. Mit diesen Ertraegen, wird armen Menschen in Indien geholfen. CCD hat vielen Tsunamiopfern geholfen und vor Ort neue Haueser gebaut, gibt armen Menschen Microkredite um sich selbst ein Geschaeft aufbauen zu koennen. Das ist eine gute Sache und wie es aussieht, funktioniert das auch. Meine Aufgabe war es, Informationen fuer Project abroad zu sammeln, ich habe dort sozusagen herumspioniert, wie und was die dort an Heilpflanzen haben und damit machen. Der Informationsfluss war leider sehr spaerlich und mein Tamil ist halt leider sehr schlecht!!!, kenne nur zwei brauchbare Woerter, va heisst komm und po heisst geh! Damit komme ich leider nicht sehr weit. Die meiste Zeit konnte ich dort nur herumsitzen und mich langweilen und Suresh, vom Office, der mich begleitet hat, hatte die ganze Arbeit zu machen.
Ein suesses neugeborenes Kalb gibt es dort, dem man gelegentlich, wenn es nicht schlaeft und das tut es die meiste Zeit, beim Herumlaufen zusehen kann. Ach ja, meine Freunde waren wieder reichlich zugegen, die Moskitos, ich habe sie alle mit einer Wunderwaffe, gleich einem Gelsenstecker, gekillt! Pabbu, der Koch, hat versucht mich mit seinen Kochkuensten gluecklich zu machen. Sister!!, what do you like? So habe ich jeden Tag (3x) Chappati und Kokosnusschutney bekommen. Ausserdem hat man mich staendig nach Hitler gefragt, das ist leider in Indien ein gutes Gespraechsthema.
Bin also gestern abend nach 3 Stunden im Bus wieder nach Sivakasi zurueckgekehrt. Bin schon wieder am Packen, denn heute Freitag geht es schon wieder ins naechste Wochenende, ans Meer!! Habe dazu zur Zeit keine Informationen, ich denke es wird wieder eine lange Busfahrt an die Ostkueste. Habe noch nie so viel Zeit in Bussen und Zuegen verbracht wie hier. Meine Rettung vor Langeweile ist dann immer der IPod, bin ich froh, dass es ihn gibt, denn die musikalische Beschallung in den Bussen ist echt eine Katastrophe. In jedem Bus gibt es einen Fernseher mit indischen Filmen. Die Musik ist superlaut und meistens ueberschlaegt sich dann die Filmmusik mit der vom IPod. Das ist Indien pur!!

Ich versuche Sms immer gleich zu beantworten, doch leider habe ich nicht immer guten Empfang und oft kann ich eine Antwort erst nach Tagen schicken, sorry!!!

Das wars fuer heute, euch allen liebe Gruesse aus dem heissen Sueden, wo es immer 30Grad und mehr hat.
Ach ja, ich komme in 3 Wochen wieder nach Hause und ich freue mich schon sehr euch wieder zusehen, bis dann
Michi

Wasserrutschen und Co!




Hallo ihr Lieben zu Hause!!

Ich freue mich sehr ueber die Kommentare im Blog. Das ist Balsam fuer meine Seele, Nachrichten aus der Heimat zu bekommen. Herzliche Gruesse deshalb vor allem an meine regelmaessigen LeserInnen und hallo Astrid!!, schoen von dir zu hoeren!!

Letztes Wochenende war ich in Chennai. Bin gscheiterweise mit dem Flugzeug dorthin. Der Flug kostet ja umgerechnet nur 50Euro und in einer Std ist man ganz woanders. Chennai eine riesige Stadt, habe mir deshalb gleich ein Taxi genommen, gute Idee, denn mit der Rikscha waere ich heute noch irgendwo in Chennai unterwegs!!
Hotel war echt schoen, gutes Zimmer, denn das ist, wie ihr ja schon mitbekommen habt, nicht einfach.
Kaffee ist leider auch hier oft ein Fremwort, das wird das erste sein, dass ich in Wien am Flughafen mache. Einen Liter Kaffee trinken. Waren am Samstag in einem Vergnuegunspark mit viieel Wasser. Wasserrutschen, Wasserfaelle und Verbot von Bikini und derlei Dinge, also muss man mit der gesamten Montur ins Wasser. Das Wasser war extrem kalt und ich hab dann gleich mal aussehend wie ein nasser Pudel w.o. gegeben. Die anderen waren noch im Wellenbad und in der Regendisco, wo vor allem die indischen Burschen so richtig abgetanzt haben. Auch das Zusehen war echt witzig.Mussten dann den gesamten Nachmittag mit nasser Kleidung durch die Gegend laufen.

Am Abend waren wir dann in einer Disco und ich hatte das Glueck als einzige keinen Eintritt zu bezahlen. Ein Bursche hat unbedingt fuer den Eintritt mit seinem Discopass eine weibliche Begleitung gebraucht, sonst haette er nicht in das Lokal duerfen. Natuerlich war ich so frei, ihm zu helfen. Die Anderen haben 1000 Rupies bezahlen muessen, ich bin ja ein richtiges Glueckskind. In der Disco wurde so richtig abgetanzt und ein Bursch war cooler als der Andere. Da glaubt man, man ist in einem indischen Tanzfilm. Alkohol fliesst hier reichlich und auch die Jugend ist hier sehr westlich, was die Kleidung betrifft. Maedels tragen Tops, kurze Kleider und Roecke, da war ich ueberrascht. Sehe doch tagtaeglich nur Saris. Am Sonntag waren wir dann in einem riesigen Einkaufscenter, dem Citi Center. Da habe ich mir den Bauch bei Subways vollgeschlagen, echt gute Sandwiches und eine Wohltat fuer meinen essensgeschundenen Koerper. Hab hier tolle Dinge einkaufen koennen und Hallo! hier gab es reichlich Kaffee, bitte mehr davon!!
Am Abend (So) sind wir um 19 Uhr mit dem Nachtbus zurueck nach Sivakasi, sage und schreibe 12 Stunden. Habe mir vom Wasserfall eine ueble Erkaeltung geholt und die ganze Fahrt nur geniest und gerotzt, waehrend alles um mich herum geschnarcht und geschlafen hat.